{"id":935,"date":"2021-11-05T11:58:38","date_gmt":"2021-11-05T10:58:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.xn--grne-rottenburg-0vb.de\/?p=935"},"modified":"2022-11-18T08:25:33","modified_gmt":"2022-11-18T07:25:33","slug":"besuch-bei-den-feldvoegel-exkurion-am-23-07-2021","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.xn--grne-rottenburg-0vb.de\/?p=935","title":{"rendered":"Besuch bei den Feldv\u00f6gel Exkursion am 23.07.2021"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"600\" src=\"http:\/\/www.xn--grne-rottenburg-0vb.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/Rebhuhnk\u00fcken-F.-M\u00fcller-800x600.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-938\" srcset=\"https:\/\/www.xn--grne-rottenburg-0vb.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/Rebhuhnk\u00fcken-F.-M\u00fcller-800x600.jpg 800w, https:\/\/www.xn--grne-rottenburg-0vb.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/Rebhuhnk\u00fcken-F.-M\u00fcller-400x300.jpg 400w, https:\/\/www.xn--grne-rottenburg-0vb.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/Rebhuhnk\u00fcken-F.-M\u00fcller-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.xn--grne-rottenburg-0vb.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/Rebhuhnk\u00fcken-F.-M\u00fcller-150x113.jpg 150w, https:\/\/www.xn--grne-rottenburg-0vb.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/Rebhuhnk\u00fcken-F.-M\u00fcller.jpg 1280w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p> Das Neckartal ist eines der letzten bedeutenden Feldvogelgebiete in Baden-W\u00fcrttemberg und Refugium f\u00fcr Vogelarten des Offenlandes wie Rebhuhn, Kiebitz oder Grauammer. Doch auch hier haben die Best\u00e4nde der Feldv\u00f6gel dramatisch abgenommen bis hin zum Erl\u00f6schen der Populationen wie zum Beispiel beim Braunkehlchen oder beim Kiebitz. Um diese Entwicklung zu stoppen und wenn m\u00f6glich r\u00fcckg\u00e4ngig zu machen, gr\u00fcndete sich 2008 die Initiative Artenvielfalt Neckartal (IAN). Sie ist ein Netzwerk aus Naturschutzverb\u00e4nden, engagierten Ehrenamtlichen und Biologen, die gemeinsam Schutzma\u00dfnahmen f\u00fcr die bedrohten Arten planen und durchf\u00fchren. Als Vertreterin des NABU Rottenburg und damit auch der IAN f\u00fchrte Karin Kilchling-Hink auf Einladung der Rottenburger Gr\u00fcnen eine Gruppe Interessierter durch die Feldflur um die verschiedenen Schutzma\u00dfnahmen zu zeigen.  <\/p>\n\n\n\n<p>Zu den\nwichtigsten Ma\u00dfnahmen zum Schutz des Rebhuhns z\u00e4hlen die\nmehrj\u00e4hrigen Bl\u00fchbrachen, das sind mit eigens entwickelten\nSaatgutmischungen einges\u00e4te Ackerfl\u00e4chen. Sie bieten den bedrohten\nV\u00f6geln ganzj\u00e4hrig Schutz und Nahrung. Neben dem Rebhuhn und vielen\nanderen Vogelarten profitiert auch die Insektenwelt von der bl\u00fchenden\nPracht. Karin Kilchling-Hink zeigte eine bereits 8-j\u00e4hrige\nBl\u00fchbrache, die aufgrund des dichten Bewuchses mit Kr\u00e4utern noch\nkeinen Geh\u00f6lzaufwuchs zeigt. Leider wurde diese Bl\u00fchbrache durch\nden Verkauf des mittleren Streifens in drei Teile zerschnitten, so\ndass die verbliebenen Teile nicht mehr die geforderte Mindestbreite\nvon 20 Meter aufweisen. Diese ist notwendig, um die Rebh\u00fchner und\nihre nestfl\u00fcchtenden K\u00fcken effektiv vor &#8222;schn\u00fcrenden&#8220;,\nsich an Linien orientierenden, F\u00fcchsen zu sch\u00fctzen. Ein weiteres\nProblem f\u00fcr alle bodenbr\u00fctenden V\u00f6gel sind freilaufende Hauskatzen\nund nicht angeleinte Hunde. Die Vogelsch\u00fctzer fordern deshalb einen\nFeldsch\u00fctz, der im Auftrag des Ordnungsamtes die beh\u00f6rdlich\nangeordnete Leinenpflicht kontrolliert und Verst\u00f6\u00dfe sanktioniert.\nTrotz aller Gef\u00e4hrdungen k\u00f6nnen sich die ehrenamtlichen Mitarbeiter\nder IAN wieder \u00fcber 18 Rebhuhn-Reviere\nim Neckartal freuen.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine\nweitere wichtige Ma\u00dfnahme ist die Pflege der Hecken im Neckartal.\nDie Expertin erl\u00e4uterte, dass Geh\u00f6lze in Feldvogelgebieten nicht zu\nhoch werden d\u00fcrfen. Die V\u00f6gel des Offenlandes meiden solch hohe\nStrukturen, da hier Greifv\u00f6gel und Kr\u00e4hen ansitzen und die Nester\nder Bodenbr\u00fcter aussp\u00e4hen k\u00f6nnten. Deshalb werden die Hecken\nabschnittsweise &#8222;auf den Stock gesetzt&#8220; und verj\u00fcngen sich\ndadurch. Auch der f\u00fcr die V\u00f6gel so wichtige Heckensaum soll\ngef\u00f6rdert werden. Die Heckenpflege wird unter anderem durch die\nStadt Rottenburg koordiniert, beauftragt und finanziert.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor 10\nJahren startete die IAN das &#8222;Kiebitz-Projekt&#8220;. Vern\u00e4sste\nStellen wurden entlang des Riedgrabens angelegt und durch\nRinderbeweidung von zu dichtem Bewuchs freigehalten. Gesch\u00fctzt durch\neinen Elektrozaun br\u00fcteten in diesem Jahr 16 Kiebitz-Paare. Diese\nBilanz zeigt, dass die Wiederansiedlung seltener V\u00f6gel gelingen\nkann, wenn der Lebensraum wieder zur Verf\u00fcgung gestellt wird. Dies\nfunktioniert momentan allerdings nur aufgrund des gro\u00dfen Engagements\nder ehrenamtlichen Natursch\u00fctzer.<\/p>\n\n\n\n<p>Letzte\nStation f\u00fcr die Gruppe war der Bischoffsee, an dem sie von dem\nOrnithologen Achim Nagel empfangen wurde. Er erl\u00e4uterte, dass der\nKiesabbau sich dort dem Ende zuneigt und die Renaturierungsma\u00dfnahmen\nfast vollendet sind. Diese wurden bereits  Ende der 1980-er Jahre in\neinem Ma\u00dfnahmenplan festgelegt, der beispielsweise das Anlegen von\nKiesinseln vorschrieb. Diese Inseln sind heute Brutpl\u00e4tze vieler\nverschiedener Vogelarten, auch sehr seltener wie dem\nFlussregenpfeifer. Besondere Bedeutung hat der See f\u00fcr den Vogelzug,\ndenn er dient den aus Norden kommenden Zugv\u00f6geln als Rastplatz. Nach\ndem Ende des Kiesabbaus sollen Beobachtungst\u00fcrme am Rand des Gebiets\nden interessierten Besuchern das Beobachten der V\u00f6gel erm\u00f6glichen,\nohne die Tiere zu st\u00f6ren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Neckartal ist eines der letzten bedeutenden Feldvogelgebiete in Baden-W\u00fcrttemberg und Refugium f\u00fcr Vogelarten des Offenlandes wie Rebhuhn, Kiebitz oder Grauammer. 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